Startseite
  Über...
  Archiv
  Gästebuch
  Kontakt
  Abonnieren
 


 
Letztes Feedback
   29.01.15 21:54
    Nadas war ja mal ein Erl
   10.06.15 13:08
    Ein sehr schöner Blog, s
   20.02.17 17:36
    {Emotic(hammer)} {Emoti
   19.04.17 02:37
    What is size of cheap us


http://myblog.de/erleben

Gratis bloggen bei
myblog.de





 
Unser russischer Freund

Häufig lernt man im Urlaub nette und unterhaltsame Menschen kennen. Kurz vor der Rückreise werden dann oft die Adressen ausgetauscht, und gegenseitige Besuche werden in Aussicht gestellt. Aber dabei bleibt es meistens. Schnell ist man zu Hause wieder im alten Trott, und alles ist vergessen. Mit viel Glück wird nochmal eine hübsche Weihnachtskarte verschickt, und vielleicht auch noch ein Foto als Urlaubserinnerung dazu gelegt. Ich möchte einen ganz anderen Fall schildern. Meine Frau und ich buchten vor vielen Jahre, noch vor der Wende, eine Kreuzfahrt mit dem russischen Schiff Fedor Schaljapin. Noch nicht so sehr verwöhnt, akzeptierten wir gerne den im Vergleich zu heute mäßigen Komfort. Aber das freundliche Personal machte trotz gewisser Sprachschwierigketen vieles wett. Da gab es im Restaurant einen jungen Kellner, der ausschließlich für die Getränke zuständig war. Offensichtlich hatte er gerade mit seiner Ausbildung begonnen. Ihn hatten meine Frau und ich sofort ins Herz geschlossen. Das hatte er bald bemerkt, und wir wurden stets ein wenig bevorzugt bedient. Nun existierte in unserem Restaurant eine nicht zu übersehende Chefin von mächtiger Gestalt, wir nannten sie Katharina die Grosse, die alles, aber auch alles mit strengen Adleraugen beobachtete. Sofort hatte sie mitbekommen, dass unser Vitali, so hieß der arme Kerl, sich zuweilen mit uns unterhielt. Das durfte generell zu dieser Zeit nicht sein. Leider verlor unser Vitali dadurch seinen Job im Restaurant und musste in die Küche. Einige Jahre später, diesmal hatten wir die Maxim Gorki gebucht, auch ein russischer Dampfer, aber die Zeiten hatten sich total geändert. Das Personal war selbstbewusst geworden, was uns sehr freute. Gleich nach der Einschiffung machten meine Frau und ich eine Erkundungstour und fanden die schöne Bar auf dem Aussendeck. Und dann die riesige Überraschung. Unser Vitali war hier der Barchef, und die Wiedersehensfreude war riesig. An den kommenden Tagen waren wir verständlicherweise Stammgäste an dieser Bar und lachten viel über die Geschichte unseres Kennenlernens. Bis heute ist der Kontakt zu Vitali und seiner Familie nicht abgebrochen. Den Job auf dem Schiff hat er aufgegeben, da er nicht mehr solange von seiner Frau und den Kindern entfernt sein wollte. Wenn er uns besucht, ist das meist mit Aufregungen verbunden. Neulich meldete er sich telefonisch aus Frankfurt. Es war acht Uhr abends und er würde sich aufs Wiedersehen freuen. Wir rechneten dann so in zwei Stunden mit seinem Erscheinen. Jedoch um zehn Uhr informierte er uns, er stehe im Stau, und es würde noch eine Weile dauern, da er ja aus Frankfurt an der Oder käme. Weit nach Mitternacht erschien unser Vitali mit einem uns unbekannten Russen.das sei ein Freund, den er natürlich nicht im Auto lassen könnte. Ausgiebig wurde dann gegessen und mitgebrachter Wodka getrunken. Der Freund erfreute uns mit russischen Liedern, wobei seine Goldzähne glänzten. Es ist auch passiert, dass er mit seiner Frau und drei Koffern unangemeldet vor unserer Haustüre stand. Gott sei Dank gibt es in unmittelbarer Nähe von uns ein Hotel. Aber alles in allem ist und bleibt er der russische Freund unserer Familie.
16.2.15 19:07
 
Letzte Einträge: Busreise nach Schenna, Busreise nach Schenna, 2.Teil / Reise nach Schenna in Südtirol, Der Martinsabend, Der Martinsabend


bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Name:
Email:
Website:
E-Mail bei weiteren Kommentaren
Informationen speichern (Cookie)



 Smileys einfügen



Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung